Verrückt geniale Erfindungen: Von smarten Socken bis Teppichwecker

Erfindungen sind mal mehr und mal weniger sinnvoll. Wir stellen euch einige der interessantesten, abwegigsten und verrücktesten davon vor.

Die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn ist angeblich verschwindend gering, und gerade bei Erfindungen zeigt sich das immer wieder. Manche wollen allerdings von vornherein nicht so ernst genommen werden. Zum Beispiel das Tischfußballgerät mit integrierter Bierzapfstation, das auf der Erfindermesse in Nürnberg Ende 2017 vorgestellt wurde. Die Aktion mit den Mini-Kickern setzt die Zapfhähne in Betrieb.

Mehr Sinn für den Alltag macht eine andere dort vorgestellte Idee, die bei Marktreife und Genehmigung im Straßenverkehr nützlich werden könnte. Entdeckt ein Fahrer beim Vordermann eine offene Heckklappe, verdächtigen Auspuffqualm oder mehr, kann er mittels Handy-App das Kennzeichen scannen und wird anschließend automatisch mit dem Halter verbunden.

Einfach Kennzeichen scannen und mit dem Fahrer verbunden werden? So kann man die ganzen Sonntagsfahrer wenigstens direkt zur Rede stellen!

Eine australische Studentin hat smarte Socken entwickelt, die anhand von Sensoren Daten bei Bewegungen sammeln und an eine Smartphone-App übermitteln. Gedacht sind sie für Physiotherapeuten und deren Patienten. Ohne in die Praxis kommen zu müssen, könnten so die verordneten Übungen kontrolliert oder gar korrigiert werden. Sobald die Socken mit dem Namen „SoPhy“ endgültig auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft sind, steht der Markteinführung nichts mehr im Wege.

So sieht Zukunft aus: Smarte Socken könnten in einigen Jahren wohl ganz normal sein.

Für unverbesserliche Schlafmützen ist ein Teppichwecker gedacht, der solange erbarmungslos vor sich hin schrillt, bis sich jemand ein paar Sekunden lang auf ihn stellt. Vom Bett aus ist er nicht auszuschalten.

Eine Filmdose der besonderen Art ist die Dosen Capsule, die als Projektor dient und Filme auf jeder beliebigen Oberfläche abspielt. Bis zu 2,5 Stunden soll die Ladung im aktiven Modus halten – nicht genug für einen Kinomarathon, aber für Spielfilme in Normallänge reicht das allemal.

Superintelligente Brillen beschäftigen inzwischen diverse Entwickler. Internetverbindung, Telefonate, Musik hören, Daten ins Innere projizieren oder gleich zur Virtual-Reality-Brille umfunktioniert werden – die Ideen sind nicht nur zahlreich, sondern auch durchaus erfolgversprechend.

Gerade auf dem High-Tech-Markt jagt eine Erfindung die nächste.

Doch nicht alle Produkte setzen sich auch durch. So manche Idee von Daniel Düsentriebs Erben hält statt in den Alltag Einzug in die Kuriositätensammlung. Etwa der Heuschnupfenhut, der auch bei dringenden Rufen der Natur eingesetzt werden kann. Die Erfindung aus Japan besteht aus einem aufsetzbaren Gestell mit einer Rolle Toilettepapier, von der bei Bedarf soviel Papier abgerissen werden kann, wie gerade benötigt wird. Zu allen anderen Zeiten bleiben die Hände frei, das lästige Wühlen nach einem sauberen Taschentuch direkt vor dem Niesanfall entfällt.

Trotz all dieser Vorzüge konnten sich anscheinend nicht genug Allergiker mit dem  Toilettepapier auf dem Kopf anfreunden. Auch die Putzschühchen für die Hauskatze konnten sich nicht durchsetzen, genausowenig wie der Badewannenanzug, der vor dem Nass werden in der Wanne schützen soll. All diese Erfinden gelten in Japan als Chindogu, Erfindungen, die trotz ihres Nutzens absolut nutzlos sind. Geschätzt werden sie gerade deshalb.