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vom 08.11.2006
von Udo
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Eine stattliche Anzahl von Anwälten hat sich inzwischen darauf spezialisiert, vor allem nicht- oder semi-professionelle Seitenbetreiber oder Blogger aufzuspüren, die aufgrund ihrer geringen Größe sich nicht gleich eine Rechtsabteilung leisten können und sich somit einfach verunsichern lassen. Mit saftigen Abmahnungen wird jede noch so kleine juristische Lücke ausgenutzt, um diese Blogger entweder mundtot zu machen oder ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Um die zahlreichen Fälle von Abmahnungen in der Blogszene publik zu machen und für das Problem zu sensibilisieren hat sich nun auf der Plattform Blogger.de ein Blog gegründet, der die einzelnen Fälle dokumentiert und die Blogszene zusammenschließen will. Schließlich wissen viele Blogger gar nicht, was zu tun ist, wenn so ein Abmahnungsbrief mit einem Streitwert im sechsstelligen Bereich und einer Frist für die Unterlassungserklärung von nur drei Tagen ins Haus flattert.
Die Seite will und darf ausdrücklich keine Rechtsberatung bieten, dennoch können sich Betroffene schnell austauschen und lernen, auf welche Abmahnungen man schnell reagieren sollte oder welche schlicht nicht gerechtfertigt sind. Vor allem soll der Blog aber die Angst nehmen, damit auch künftig die freie Meinungsäußerung im Netz durch derartige Abmahnungsstrategien großer Firmen untergraben wird.
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