Picidae

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Die digitalen Mauerspechte
Dass die Schweizer ein findiges Volk sind, ist hinreichend bekannt. Dass zwei Schweizer Künstler nun aber die Mauer der Zensur in China mit einer ganz simplen Idee durchbrechen, ist ein Coup im Kampf für die Informationsfreiheit.
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vom 11.06.2009
von Udo
Das Konzept ihrer Seite Picidae (lat. Specht) ist so einfach wie genial. Während Suchmaschinen in China staatlich überwacht und unliebsame Seiten wie Wikipedia oder BBC News kurzerhand ausgefiltert werden, bietet Picidae.net seinen Nutzern vollen Zugriff aufs weltweite Netz, ganz egal von welchem Land aus.

Und das funktioniert so: eine eigens entwickelte Software erstellt aus Webseiten Bilder. Diese enthalten keine Metadaten mehr und sind deshalb nicht mehr von Filtern oder Computern, sondern ausschließlich von Menschen lesbar. Dennoch bleiben auf allen Seiten sämtliche Verweise erhalten, die abfotografierten Seiten können genauso genutzt werden, wie ihre Originale.

Um zu verhindern, dass die Zensurbehörden die Seite selbst kurzerhand abschalten können, werden Internetnutzer dazu aufgerufen, eigene Picidae-Server einzurichten, um der Zensur auch weiterhin ein Schnippchen zu schlagen und die unterdrückte Demokratiebewegung in China zu unterstützen.