Im vergangenen Jahr 2006 sind dem Bericht zufolge 871 Journalisten weltweit festgenommen worden. 81 Medienmitarbeiter wurden getötet, davon 64 im Irak. Das seien seit 1994 die höchsten Zahlen. Die Organisation Reporter ohne Grenzen fordert die EU-Staaten deshalb auf, sich weltweit stärker für freie Presse, insbesondere auch im Internet, zu engagieren: "Bei einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit, beispielsweise mit Russland oder China, muss das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung eingefordert werden."
Der Jahresbericht erhält eine ausführliche Aufstellung zur Lage der Pressefreiheit in fast allen Staaten. Auch innerhalb der EU und in den USA wird nach Einschätzung von Reporter ohne Grenzen die Pressefreiheit aus Sicht der Organisation immer häufiger untergraben. Als Argument dient dabei meistens der Anti-Terror-Kampf und die damit einhergehenden Sicherheitsinteressen. Die Organisation macht derzeit 37 Staaten aus, die sie als
Feinde der Pressefreiheit einstuft.