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vom 15.12.2006
von Udo
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Basierend auf dem Konzept, das "gemeine" Internetvolk eine Enzyklopädie zu allen Themen und Lebenslegen verfassen zu lassen, ist Wikipedia trotz grosser Beliebtheit auch Kritik ausgesetzt. Zum Teil berechtigt: immer öfters kommt es vor, dass Artikel verfälscht werden oder inhaltlich nicht korrekt sind. Aber seien wir uns mal ehrlich: bei einem Kollaborationsmedium wie Wikipedia, das ohne redaktionelle Instanzen funktioniert und somit auch über keine Filter verfügt, die die guten Dinge von den schlechten Dingen trennt, ist es klar, dass Fehler vorkommen. Andererseits kam ein Vergleich zwischen der Encyclopaedia Britannica und Wikipedia zum Schluss, dass das so viel kritisierte Online-Lexikon nur eine ungleich höhere Fehlerrate aufweist als das der dicke Wälzer, der für sich beansprucht, dass menschliche Wissen in möglichst grosser Vollständigkeit und Tiefe darzustellen (Quelle: Wikipedia). Trotz des guten Zeugnisses, das Wikipedia ausgestellt wird, will der Verein Wikimedia, der die Wiki in Deutschland betreibt, in Zukunft stärkere Qualitätskontrollen einführen. Der grösste verbale Angriff auf die Wiki und sogleich auf die "soziale Maschine" Internet kommt von einem angesehenen Computerwissenschaftler. In einem Interview mit dem Spiegel kritisierte Jaron Lanier, die "trügerische Wahrheit der Massen", die er bei Wikipedia zu Erkennen glaubt: "Die Gefahr von Wiki-Lynchjustiz halte ich für sehr real. In der Wikipedia-Welt bestimmen jene die Wahrheit, die am stärksten besessen sind. Dahinter steckt der Narzissmus all dieser kleinen Jungs, die der Welt ihren Stempel aufdrücken wollen, ihre Initialen an die Mauer sprayen, aber gleichzeitig zu feige sind, ihr Gesicht zu zeigen". (pb)
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