Luxusuhren: Edle Chronographen in Filmen

Das Internet ist voll mit ihnen – edle Zeitmesser am Handgelenk erfolgreicher Menschen. Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn auf der Videoplattform YouTube der Suchbegriff „Uhr“ verwendet wird.

Uhren werden dazu genutzt, dass eigenen Outfit abzurunden, den Erfolg zu spiegeln oder sie dienen ganz einfach als Kapitalanlage. Dabei werden Luxusuhren gerne ebenso auf der Kinoleinwand zur Schau gestellt.

Tradition in der Filmbranche

Mit dem Tragen einer hochwertigen Uhr in einem großen Hollywood-Streifen öffnet sich für die jeweilige Manufaktur ein Millionenpublikum. Schließlich überzeugen bekannte Gesichter und die dargestellten Figuren eine breite Masse und reißen sie mit. So wie erfolgreiche Serien, die heute «die neuen Kinofilme» sind, beschäftigen erstklassige Bewegtbilder die Menschen noch lange, nachdem sie sie gesehen haben.

Bei den TV-Serien könnte an dieser Stelle etwa «Breaking Bad» oder auch «Die Simpsons» genannt werden. Genres, die nicht unterschiedlicher sein könnten aber dennoch stets die Gespräche anregen.

Bei Filmen ist das nichts anderes. Aus diesem Grund sind sie eben für Marken so interessant. Dass das funktioniert, zeigte sich bereits im Bond-Streifen «James Bond jagt Dr. No» aus dem Jahr 1962. Der Agent im Auftrag ihrer Majestät trug nichts Geringeres als eine Rolex Submariner am Handgelenkt. Eine der Ikonen der Schweizer Uhrenmanufaktur. Das war jedoch keine Ausnahme. Sir Sean Connery trug einige Rolex-Modelle am Arm und ebenfalls Jeff Bridges zeigte sich mit einer Rolex Submariner in dem 1976 entstandenen Klassiker «King Kong».

Robuster ging es hingegen in dem Abenteuer-Thriller «Blood Diamond» zu. In dem Film um den Handel mit Blutdiamanten, in dem Leonardo DiCaprio einen Diamantenschmuggler mimt, trägt dieser eine äußerst widerstandsfähige Breitling Chrono Avenger. Diese ist selbstverständlich nicht ausschließlich für den Einsatz in Südafrika geeignet, sondern lässt sich hervorragend ebenfalls im Alltag tragen. Wie vielfältig die edlen Zeitmesser sind, zeigt die Navitimer Kollektion von Breitling. Schließlich wurde die Uhr mit Kultstatus erstmals 1952 vorgestellt.

Luxus als Ausdruck der Persönlichkeit

Aus der aktuelleren Filmhistorie dürfte hingegen die goldene TAG Heuer ein Bild im Kopf auslösen, die im Film «The Wolf of Wallstreet» zu sehen ist. Dabei unterstreicht die Uhrenmanufaktur mit der Platzierung des Zeitmessers im Film, dass sie keine gewöhnliche Marke ist. Allerdings ist der Hersteller andererseits auch nicht für besonders teure Uhren wie etwa die Kreationen von Patek Philippe bekannt. Gelungen ist die Platzierung dennoch. Denn während die goldene TAG Heuer für, wie Leonardo DiCaprio ruft, «40.000 Dollar» in Zeitlupe durch den Raum fliegt, fragt sich so mancher im Kinosessel schon, ob es einen Chronographen der Manufaktur für 40.000 Dollar überhaupt gibt.

An diesem Punkt ist festzuhalten, dass die Wahl der Uhr nicht beim Protagonisten selbst liegt. Sicher, hier mag es Ausnahmefälle geben. Doch generell suchen der Regisseur und das Team um ihn herum solche Dinge aus. Schließlich ist ein Zeitanzeiger immer auch der Ausdruck des individuellen Charakters. Etwas, das gerade in einem Film schnell über die Authentizität eines Schauspielers das Urteil fällt.

Ein Beispiel für gezielt auf den Charakter zugeschnittene Uhren finden sich in den Streifen «Die durch die Hölle gehen» oder «American Psycho». In letzterem Kultfilm trägt Christian Bale eine Rolex Datejust, die seine Neigung hin zum Äußerlichen unterstreicht. Robert De Niro hingegen hat eine Rolex Sea-Dweller am Arm. Eine äußerst robuste Taucheruhr. Diese passt hervorragend in das Setting vom Vietnamkrieg, in dem es, wie bekannt ist, alles andere als zimperlich zuging.

So schaffen es die Marken nicht nur, ihre Uhren in Filmen zu platzieren, sondern vielmehr mit ihren Kreationen den Protagonisten Tiefe zu verleihen und einen glaubhaften Auftritt abzurunden.